Ratgeber: In-Ears oder On-Ears

 

In-Ears oder On-Ears/Over-Ears?


Die wahrscheinlich am häufigsten gestellte Frage beim Kopfhörerkauf ist: In Ears oder On Ears/Over Ears? Gleich vorweg, die perfekte Antwort gibt es darauf nicht. Beide Kopfhörertypen haben ihre Vor- und Nachteile. Um Dir bei Deiner Entscheidung etwas zu helfen haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

 

Ohrhörer (Earbuds/In-Ears):

 

Bei den Ohrhörern gibt es zwei verschieden Typen. Zum Einen die klassischen „Stöpsel“ (= „Earbuds“) die im Grunde nur in die Ohrmuschel gelegt/geklemmt werden, zum Anderen die In Ears, die richtig ins Ohr, sprich in den Gehörgang, geschoben werden. Earbuds sind die billigere Variante und häufig im Lieferumfang von Smartphones oder mp3-Playern enthalten. Sie dichten in der Regel das Ohr nicht richtig ab, weshalb bei den meisten Modellen noch Umgebungslärm zu hören ist und die „Umgebung“ auch Deinen Sound mithören kann. Durch ihren lockeren Sitz in der Ohrmuschel sind sie anfangs bequem, fallen dafür aber schnell aus dem Ohr raus. Bei längerem Tragen beklagen sich viele über ein unangenehmes Drücken bis hin zu Schmerzen in der Ohrmuschel. Die Soundqualität von Earbuds ist häufig recht bescheiden weshalb die meisten Hersteller die Produktion einstellen und diese durch In-Ears ersetzen.

 

In Ears haben Silikon-/Kunststoffaufsätze (= Ohrpassstücke) die in den Gehörgang geschoben werden und damit das Ohr sehr gut abdichten. Da jeder Mensch unterschiedliche Ohren hat, haben viele In Ears verschieden große Ohrpassstücke (z.B. S, M und L) im Lieferumfang. Durch ihre Abdichtung isolieren sie sehr gut gegen Umgebungsgeräusche, weshalb die Lautstärke gering gehalten werden kann und das Ohr schont. In Ears sind für unterwegs bei den meisten die erste Wahl. Aber Vorsicht im Straßenverkehr: Hupen, Klingeln und Sirenen werden leicht überhört! In Ears sind klein und leicht und lassen sich somit schnell und einfach in der Jackentasche verstauen. Ihre geringe Größe war lange Zeit auch ihr größter Nachteil, zumindest in Bezug auf die Klangqualität gegenüber Bügelkopfhörern. Inzwischen hat die Technik jedoch riesen Fortschritte gemacht, wodurch gute In Ears klanglich ebenbürtig zu Bügelkopfhörern sind. Die Tragweise von In Ears ist gewöhnungsbedürftig. Durch die komplette Abdichtung werden eigenen Geräusche wie atmen, kauen oder Fußschritte stärker wahrgenommen, was vielleicht am Anfang sehr irritierend sein kann.

 

In-Ear: Skullcandy FIX In-Ear

 

Bügelkopfhörer (On-Ears/Over-Ears)

 

Bei den Bügelkopfhörern unterscheidet man zwischen On Ears (= ohraufliegende Kopfhörer) und Over Ears (= ohrumschließende Kopfhörer). Bei On Ears liegen die Hörmuscheln des Kopfhörers vollständig auf den Ohren. Je nach Modell werden die Ohren dadurch nicht komplett akustisch abgedichtet. Vor allem an warmen Tagen hat diese Bauform den Vorteil, dass die Ohren  besser belüftet werden und es somit zu weniger Hitzestau kommt.

 

On-Ear: Skullcandy Uprock

 

 

Bei den Over Ears berühren die Kopfhörerschalen das Ohr an sich nicht, sondern liegen vollständig auf dem Kopf auf und umschließen somit das ganze Ohr. Bei langen Tragezeiten wird diese Bauform oft als die bequemste empfunden. Die Ohrpolster dichten die Ohren komplett ab, was von Vorteil für die geschlossene Bauart ist (siehe Ratgeber: Offene oder geschlossene Kopfhörer). Durch ihre Größe können sie auch ein druckvolles Klangbild erzeugen, besonders beim Bass.

 

Over-Ear: Shure SRH-240A