Testbericht Marshall Monitor Kopfhörer

Marshall Monitor heißt der neue Kopfhörer der Kultmarke Marshall, wie wir euch bereits im Januar in unserem Blog berichtet hatten. Nach den sehr erfolgreichen Modellen Minor (In-Ear) und Major (On-Ear), ist seit April der lang ersehnte Over-Ear Kopfhörer von Marshall auf dem Markt. Was er alles kann und wo man ihn am besten einsetzt, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Design:
Auf den ersten Blick wirkt der Monitor unauffällig und Retro. Erst beim genaueren Hinsehen fallen die kleinen Details auf, die ihn so stylisch machen: Der Bügel mit der typischen Ledertextur, der vergoldete Klinkenstecker oder die angeschraubten Metallplättchen mit „L“ und „R“ am Kopfbügel. Kurz gesagt, der Monitor ist ein echter Marshall und das zeigt sich konsequent im Design.

Verarbeitung:
Bereits beim Auspacken des Kopfhörers merkt man schnell, dass nicht nur beim Design, sondern auch bei der Verarbeitung auf kleinste Details geachtet wurde. Der Marshall Monitor ist sehr hochwertig und solide verarbeitet. Die Gelenke sind komplett aus Metall und somit sehr stabil. Auch die Ohrpolster und der Bügelbezug aus Kunstleder sind sehr strapazierfähig.

 

 

Unter den Ohrpolstern verbirgt sich das F.T.F.-System (Felt Treble Filter), das kurz gesagt aus zwei Filzstücken besteht. Diese liegen auf den Soundtreibern auf und verändern die Klangeigenschaften des Kopfhörers. Nimmt man die Filzstücke raus, ist der Sound klangvoll und heller. Mit den Filtzstücken ist der Sound dumpfer und druckvoller. Das abnehmen der Ohrpolster ist spielend leicht, da sie nicht umständlich mit Schrauben, sondern mit Magneten befestigt sind. Das Kabel ist ebenfalls sehr hochwertig und der Stecker extra verstärkt um Bruchstellen zu vermeiden.

Tragekomfort:
Für einen Over-Ear Kopfhörer fällt der Monitor sehr kompakt aus und wirkt eher klein. D.h. die Ohrmuscheln sind eher schmal als klobig und auch der Kopfbügel wirkt klein, lässt sich aber problemlos in 12 Stufen einstellen und sollte damit jeder Kopfgröße passen. Dank der weichen Ohr- und Kopfpolsterung lässt sich der Monitor sehr bequem über längere Zeit tragen. Das abnehmbare Kabel kann wahlweise in die Linke oder Rechte Hörmuschel gesteckt werden. In den freibleibenden Anschluss kann man einen weiteren Kopfhörer einstecken und somit seine Musik mit einem Freund teilen. Außerdem lässt sich der Marshall Monitor einfach zusammenklappen und ist dadurch unterwegs leicht zu verstauen.

Sound:
Beim ersten Aufsetzen waren wir doch sehr über den etwas dumpfen Sound verwundert. Schließlich hatten wir mit einer eher mitten- und höhenlastigen Abstimmung, wie beim Marshall Major gerechnet, die besonders bei gitarrenlastiger Musik seine Stärke zeigt. Stattdessen war der Sound dumpf und basslastig und genau hier kommt das F.T.F.-System zum Einsatz: Filzstücke raus und schon haben wir den erwartet Marshall Sound für Rock und Heavy Metal.  Die Abstimmung ist nun etwas klarer und wärmer, mit deutlich weniger Bass. Bevorzugt man jedoch Elektro oder HipHop empfehlen wir natürlich die Filzstücke drinnen zu lassen, womit der Sound „dreckiger“ und basslastiger wird und damit ein gewisses Clubfeeling aufkommt. Was einem besser gefällt, muß natürlich jeder für sich selbst herausfinden :-)

Fazit:
Der Marshall Monitor hat uns insgesamt sehr gut gefallen: Die Verarbeitung ist 1A und das Design ist einfach marshall-typisch cool. Beim Klang weiß er voll zu überzeugen und bittet mit seinen herausnehmbaren Filzstücken eine nette Funktion zum Verändern der Klangeigenschaften. Aufgrund seiner kompakten Maße und dem kurzem Kabel empfehlen wir ihn besonders für den mobilen Einsatz und nicht wie der Name vermuten lässt, als Monitoring- oder Hifi-Kopfhörer für zu Hause.

 

Hier gibt es noch mehr Infos: Marshall Monitor

Marshall Monitor Testbericht


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